Österreich schickt einen Hilfstransport nach Japan

„Ich bin nach Japan gereist um mir selbst ein Bild von den Zerstörungen des Tsunami vom 11. März 2011 zu machen und zu erfahren, wie es den Menschen geht und wie wir weiter helfen können“, berichtet die Geschäftsführerin von Hilfswerk Austria International Dr. Heidi Burkhart.


Das Erdbeben vom 11. März und der darauf folgende Tsunami mit 30m hohen Wellen haben die Ostküste Japans verwüstet, rund 500.000 Menschen mussten evakuiert werden. Drei Wochen nach der Katastrophe sind rund 11.000 Tote und 17.000 Vermisste zu beklagen. Die Lage in Japan bleibt weiterhin dramatisch. Vor allem die Situation der älteren Erdbebenopfer ist prekär. Es fehle an Wasser, Heizmaterial, Treibstoff und Medikamenten, berichteten die japanischen Medien.

Hunderttausend Menschen haben ihr Hab und Gut verloren und leben in Notunterkünften, viele warten noch immer auf humanitäre Hilfe. Nach dem Mega-Erdbeben in Japan ist es zu den Zerstörungen durch den Tsunami und die Verstrahlung einiger Gebiete durch die Atom-Katastrophe von Fukushima gekommen. Vor allem für Kinder und ältere Menschen sind der Schock nach der Erdbebenkatastrophe und dem Evakuierungsstress sowie die nachfolgende drastische Kältewelle fast unerträglich geworden.

In Japan bebt die Erde weiter

Am 7.4. gab es in der betroffenen Krisenregion erneut ein schweres Nachbeben, dessen Stärke mit 7,1 angegeben wurde. Das Epizentrum des Bebens lag rund 65 Kilometer östlich der Millionenstadt Sendai. Die Erschütterungen lösten zahlreiche Brände aus, in der Präfektur Miyagi sperrte die Polizei die Autobahnen und in mehreren Regionen fiel der Strom aus. Das schwere Nachbeben hat in Japan auch Menschen getroffen, die von der Katastrophe am 11. März noch verschont geblieben waren. Es wird auch weiterhin mit schweren Nachbeben gerechnet.

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Die österreichische Bevölkerung zeigt Solidarität mit Japan

Japan ist ein Industrieland und die Regierung tut alles in ihrer Macht Stehende, um der Situation Herr zu werden. Jedoch ist hier internationale Zusammenarbeit nötig. Hilfswerk Austria International (HWA) hat zusammen mit den lokalen Partnern in den ersten Wochen der Katastrophe Hubschrauber und LKWs mit Lebensmitteln, Wasser, Babynahrung, Decken oder Hygieneartikeln in die Krisenregion geschickt. Die Hilfsgüter wurden in Tokio eingekauft und in großen LKWs in die Präfektur Miyagi gebracht. Dort wurden sie in kleine LKWs umgeladen und in Spitäler und Notunterkünfte geliefert.

Hilfswerk Austria International besucht die Krisenregion

„Wir haben mit vielen Betroffenen in Ishinomaki, einer der am stärksten betroffenen Regionen, gesprochen, und da kommt nur eines durch: ihr sehnsüchtiger Wunsch nach Hause zurück zu kehren, ihre Häuser oder ihre Wohnungen wieder aufzubauen und ihre Kinder wieder in die Schule zu schicken“ , so Heidi Burkhart.

Der Vizegouverneur von Miyagi, Herr M. Wako, hat HWA erzählt, dass die jetzige Katastrophe noch weit grösser ist als das Erdbeben 1995 in Kobe. Nicht nur wegen der riesigen Zahl der Opfer, sondern weil ganze Landstriche neu aufgebaut werden müssen. Die Hilfe und Zusammenarbeit aus Österreich wird daher mit offenen Armen aufgenommen.

„Wir wollen gemeinsam ein „Österreich-Dorf“ errichten, mit Schule, Spital, Wohnmöglichkeiten und Arbeitsplätzen“, so Dr. Heidi Burkhart.

An der gemeinsamen Plattform „JAPIRI“ nimmt die Aktion der österreichischen Wirtschaft „Wir bauen Leben“ teil, aber auch Unternehmen aus Japan und zahlreiche Privatpersonen und Privatinitiativen, die Spendengelder in die gemeinsame Plattform einbringen. Zwischen Österreich und Japan bestehen tiefe kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen. Und gerade jetzt, in dieser schweren Zeit, sollen die Menschen in Japan spüren, dass sie echte Freunde in Österreich haben.

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